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Unterstützte Kommunikation (UK)

Wir alle hoffen und wünschen, dass unsere Kinder fähig sein werden mit uns und ihren Freunden zu sprechen. Aber für einige Kinder kann das ein Problem sein.

In jeder Klasse unserer Schule gibt es Schüler*innen, die sich nicht oder nicht zufriedenstellend über Lautsprache mitteilen können und Schüler*innen, die Probleme haben das gesprochene Wort hinreichend zu verstehen. Mit Unterstützter Kommunikation (UK) wollen wir diesen Schüler*innen Hilfen des Verstehens und des Mitteilens an die Hand geben.

Menschen, die Sprach-, Sprech- und Verständnisschwierigkeiten haben, können sich frustriert fühlen. Manche von ihnen ziehen sich zurück. Andere drücken sich durch Verhaltensweisen wie Schreien und Treten aus. Das ist schlimm, sowohl für diese Menschen als auch für uns. Mittel der Unterstützten Kommunikation können helfen, in einer angemessenen Art und Weise miteinander zu kommunizieren.

Ziel der Unterstützten Kommunikation ist es, Möglichkeiten zu erschließen im sozialen Miteinander eigene Bedürfnisse, Meinungen, Fragen und Gedanken einzubringen, verstanden zu werden und andere zu verstehen. Hierbei sollen alle kommunikativen Fähigkeiten eines Menschen genutzt und erweitert werden. Blicke, Mimik, Laute, Gestik, Körperhaltung, Körperbewegung, Gebärden, Lauthandzeichen, Bilder, Symbole, nicht elektronische Hilfsmittel, elektronische Hilfsmittel und Schrift stellen Formen der Kommunikation dar und werden innerhalb der Unterstützten Kommunikation an unserer Schule bewusst eingesetzt.

Denn: NORMALE KOMMUNIKATION IST MULTIMODAL UND SO SOLLTE AUCH UNTERSTÜTZTE KOMMUNIKATION SEIN.

Mit dem Oberbegriff „Unterstützte Kommunikation“ werden vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten für nicht lautsprachlich kommunizierende Menschen oder kaum sprechende Menschen beschrieben. Gemeint sind Kommunikationsformen, die mit Hilfsmitteln oder körpereigenen Ausdrucksformen realisiert werden.

Im Unterrichtsalltag werden Gebärden, Bilder, Symbole und elektronische Hilfsmittel als Unterstützung und Begleitung des gesprochenen und geschriebenen Wortes eingesetzt. Die individuelle Förderung der unterstützt-kommunizierenden Schülerinnen soll weitmöglichst in den Unterricht und in die Klasse integriert werden. Die Methoden der Anbahnung und des Aufbaus eines Kommunikationssystems müssen den individuellen Möglichkeiten angepasst werden. Die Schüler\innen müssen keine bestimmten kognitiven oder anderen Mindestvoraussetzungen erfüllen, um mit UK gefördert zu werden.

Um den Schüler*innen die Aufnahme des gesprochenen Wortes nicht nur auditiv, sondern auch visuell, taktil und handelnd zu ermöglichen, werden an der Schule lautsprachunterstützende Gebärden verwendet. Als einheitliches System hat sich die Schulgemeinschaft auf die Gebärden nach MAKATON (basierend auf Deutscher Gebärden Sprache, DGS) und MAKATON-Symbole geeinigt.

Bereits bestehende Rituale und wiederkehrende Situationen und Handlungen (Schulversammlung, Ansage von Tag und Datum, oft gesungene Lieder, Stunden- und Tagespläne, gemeinsame sachkundliche Themen) werden zunehmend mit Gebärden und Symbolen begleitet und verdeutlicht.

Symbole: © MAKATON
Gebärden: basierend auf der Deutschen Gebärdensprache (DGS)